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Montag, 18. Februar 2019

U 19 RSC-Jugendfahrer Johannes Fröhlinger will Profi werden

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 18. Jan. 2007

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 12. Aug. 2003
(mit Originalpressefoto):

RADSPORT: Mit beiden Rädern auf dem Boden
Johannes Fröhlinger vom RSC Prüm zwischen Schulstress und Karriere - Sein Ziel: Profi werden

Von unserer Mitarbeiterin
MONIKA KEWES

SEIWERATH. Die Straßen der Eifel sind das Trainingsgelände von Johannes Fröhlinger. Etwa 15 Stunden in der Woche macht sich der junge Nachwuchs-Radrennfahrer fit für nationale und internationale Erfolge.

Auf den ersten Blick ist der 18-jährige Johannes Fröhlinger ein "normaler" Schüler, der sein Abitur machen möchte und in seiner Freizeit im örtlichen Musikverein spielt. Doch wenn er auf sein Rennrad steigt, dann dreht er richtig auf.

Seit fünf Jahren ist das Radfahren sein Leben. Nachdem er sich mehrere Jahre in der Leichtathletik versucht hat, steckte ihn sein Vater Heinz mit der Begeisterung für den Radrennsport an. Der Vater ist Hobby-Radfahrer und nahm den Sohn als Zuschauer mit zur Tour de France. Da ist der Funke auf Johannes Fröhlinger übergesprungen.

"Es ist faszinierend, dass nicht immer der Beste gewinnt. Der Sport ist eine Kombination aus Kondition, Taktik und Glück", beschreibt der Nachwuchssportler seine Freude am Radrennsport. Seit drei Jahren geht er für den RSC Prüm an den Start.

"In diesem Jahr ist mir ein Leistungssprung gelungen", sagt der junge Sportler. Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften erkämpfte sich der Seiwerather den siebten Platz und wurde wegen dieser guten Leistung ins U 19-Team der rheinland-pfälzischen Landesauswahl aufgenommen. Seitdem ist der Schüler an den Wochenenden meist in Sachen Radsport unterwegs.

Im Frühjahr absolvierte er ein zweiwöchiges Trainingslager mit dem U 19-Landesteam auf Mallorca. Seitdem ist er bei Bundesliga-Rennen in der Mannschaft mit dabei. Er hat beim Junior-Weltcup "Trofeo" in Karlsberg, bei dem Mannschaften aus 15 Nationen teilnahmen, den 27. Platz belegt.

Bei der Deutschen Meisterschaft im Juni kämpfte sich Fröhlinger auf den vierten Platz. Bei der Spanienrundfahrt entschied er kürzlich die erste Etappe für sich und fuhr einen Tag lang im gelben Trikot. Wegen eines Sturzes auf der letzten Etappe verpasste er knapp die besten zehn Plätze im Gesamt-Klassement. Er belegte den elften Platz.

Bei solchen Rennen "rasen" die Fahrer mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von etwa 40 Stundenkilometern über den Asphalt. Damit die Nachwuchssportler dieses Tempo schaffen, müssen sie viel trainieren. "An fünf Tagen in der Woche fahre ich etwa drei Stunden Rad, das sind täglich etwa 70 bis 80 Kilometer", erklärt Johannes Fröhlinger. "Manchmal fällt es schwer, das Trainingspensum durchzuziehen, doch wenn man erst mal auf dem Rad sitzt, dann geht's", sagt er.

Seine Hoffnung: Aufnahme in U 23-Kader

Freizeit bleibt ihm bei dem zeit- und kraftaufwendigen Sport kaum noch. Für das Musizieren nimmt er sich dennoch möglichst oft Zeit. Auch die Schule kommt manchmal zu kurz. "Es kommen schon einige Fehlstunden zusammen", berichtet Fröhlinger. Mit Hilfe von Freunden holt er den versäumten Stoff nach.

Auch seine Eltern bieten dem Radfahrer viel Unterstützung. Wenn möglich, ist der Vater als Autofahrer, Ansprechpartner und Ansporn bei den Rennen des Sohnes dabei.

In diesem Jahr wird Fröhlinger noch bei der deutschen Bergmeisterschaft und der Kroatienrundfahrt starten. Für das nächste Jahr hofft er auf den Sprung in die rheinland-pfälzische U 23-Mannschaft. Sie gilt als Sprungbrett für eine Profikarriere. Konkrete berufliche Ziele hat der 18-Jährige noch nicht. Zunächst möchte er seine sportliches Niveau halten und ausbauen sowie sein Abitur machen.

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