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Montag, 18. Februar 2019

Radfahren ist -k- ein Kinderspiel; wichtige Grund- und Verhaltensregeln für die Ersten Radlerjahre

(hp) Radfahren ist – k- ein Kinderspiel, mahnen viele Schriftreihen, die sich mit dieser Thematik befassen. Dies ist von Verkehrspädagogen in zahlreichen Untersuchungen bewiesen worden.

Die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist für Kinder vom ersten Moment an eine Herausforderung und abhängig von deren Entwicklungsstand. Das Bewältigen der täglichen Verkehrssituationen erlernen Kinder über Jahre stückweise als Fußgänger und später unter Verwendung von Fortbewegungsmitteln.

So stolz man als Erziehungsberechtigte oftmals über die scheinbar frühen Fortschritte in der Entwicklung der Kinder ist, erst ab dem 8. Lebensjahr ist ein Kind von der Entwicklung her in der Lage, die Koordination der erforderlichen Regeln und motorischen Fähigkeiten für das Radfahren zu erlernen. Der Reifeprozess bis zur Handhabung aller Kenntnisse dauert dann noch einige Jahre.

Bis dahin sollten insbes. folgende Verhaltens- und Gesetzesregeln beherzigt werden:

  • Auch beim Radfahren gilt, Vorbild sein!
  • Kindergartenkinder und Grundschulkinder der ersten Klassen sollten nicht unbeaufsichtigt den Weg zum Kindergarten oder Schule mit dem Fahrrad zurückzulegen. Erst nach dem Erwerb des Radführerscheines an der Schule (3. und 4. Schuljahr) kann von einer ausreichenden Reife ausgegangen werden.
  • Bis sie 8 Jahre alt sind müssen radfahrende Kinder mit Fahrrädern vorhandene Gehwege nutzen, danach dürfen sie es noch eine Zeit lang.
  • Erst wenn ihr Kind 10 Jahre alt wird, muss es mit dem Rad den Gehweg verlassen.
  • Auch für Erwachsene gilt, in Fahrtrichtung verlaufende - beschilderte - Radwege - sofern sie an den Straßenkörper angrenzen -  müssen genutzt werden.
  • Räder für Vorschulkinder (Miniräder) dürfen nur in Fußgängerbereichen (Gehweg/Fußgängerzone/Spielstraßen/abgelegene Wohnbereiche etc.) eingesetzt werden.
  • An bes. Veranstaltungstagen, an den durch Vollsprerrungen das Autofahren pp. verboten ist, z.B. beim „Lustigen Prümtal“ u.a., liegen Sonderregelungen vor.
  • Fußgänger, Radfahrer, Inliner usw. dürfen sich auf einer Fahrbahn bewegen, „stärkere“ bzw. schnellere Teilnehmer haben besondere Rücksichten zu nehmen.
  • Ansonsten dürfen Radfahrer grundsätzlich nur nebeneinander fahren, wenn Sie den Verkehr nicht behindern.
  • Ist ein Kind noch keine 7 Jahre, darf es auf dem Fahrrad in entsprechenden Sitzen mitgenommen werden, wenn es vor den Speichen geschützt ist und der Radfahrer mindestens 16 Jahre alt ist.
  • Die Mitnahme bis zu 2 Kindern die nicht älter als 7 Jahre sind, ist in speziellen Fahrradanhängern grundsätzlich erlaubt, wenn Fahrrad/Anhänger und Kupplung technisch dafür geeignet sind. Geeignete Anhänger haben ein entsprechendes Typenschild.
    Für behinderte Kinder sind weitere Ausnahmen möglich. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.
  • Stürze aus Fahrradsitzhöhe ohne Helm führen oft zu schwersten Kopfverletzungen.
    90 Prozent aller tödlich verunglückten Radfahrer hätten bei getregenem Helm überlebt! Ein Helm reduziert die Sturzwirkung um 70%. Seien Sie daher Vorbild und kein Helmmuffel. Lassen Sie den Helm beim Kauf in einem Fachhandel direkt richtig anpassen. Hier kommt es mehr auf die Passform, als auf Farben und Design an.

Quelle: Polizei Prüm, Verkehrssicherheitsberater Richard Zeimetz

 

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