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Freitag, 26. April 2019

Rad am Ring 2010: 5 RSCler platzieren sich unter den ersten 10

Im Winter stand unser Entschluss fest: Wir, Thorsten und Frank, würden wieder im Zweier-Team beim 24h Rennen auf der legendären Nordschleife mit dem Rennrad an den Start gehen. Wir wollten jedoch nicht alleine zum Ring fahren. Deshalb starteten wir einen Aufruf an unsere Vereinskollegen.

Es gab einige Interessenten die gerne mit gefahren wären. Letztendlich sind wir dann mit zwei Zweier-Teams zum Nürburgring angereist. Thorsten Nosbüsch und ich (Frank Reiferscheid) starteten als „RSC Prüm 1“ und Harald Bauer und Bernie Thies als „RSC Prüm 2“. Außerdem startete Timo Igelmund über eine Runde, Wolfgang Lenz und Guido Hoffmann über 3 Runden über die Nordschleife.

Angereist wurde dann freitags. Ganze 2 Stunden standen wir im Stau vor den Toren des Nürburgrings, bevor wir auf unseren Teamstellplatz ankamen und unser Teamlager aufbauen konnten. Wir standen mit Wohnmobil und RSC-Zelt direkt an der Start/Ziel-Gerade gegenüber der Boxen-Ausfahrt.

Am Samstagmorgen, nach einer etwas kurzen Nacht, konnten wir uns beim Frühstück die Laufveranstaltungen anschauen. Es ging entweder 24,5 km lang über die Nordschleife (+ Kurzanbindung) oder 5 km bzw. 10 km über die Grand-Prix-Strecke.

Samstag, 13:00 Uhr: So langsam wurde es auch für die Radsportler spannend. Als erstes gingen die   25 km-, 75 km- und die 150 km-Fahrer an den Start (1 Runde über die Nordschleife = 25 km mit der Kurzanbindung). Bei der 25 km -Distanz erreichte Timo Igelmund mit einem Sieg in seiner Klasse die erste Platzierung für den RSC. Danach ging es mit Wolfgang Lenz und Guido Hoffmann direkt weiter. Wolfgang erreichte Platz 8 in der Männerklasse 2 und Guido Platz 30 in der Männerklasse 1 im 75 km- Rennen.

Zur Strecke gibt es zu sagen, dass immer die sogenannte Kurzanbindung über die Grand-Prix-Strecke und dann die Nordschleife als eine Runde gewertet wurde. Somit waren immer etwas über 25 km mit 475 hm pro Runde zu fahren. Da es nur hoch und runter mit Steigungen bis zu 18% zur Hohen Acht ging, war die Strecke ein Traum (oder auch Alptraum) für jeden Radsportler. Es erwartete einen eine extrem breite Piste ohne Schlaglöcher. Die Bremse brauchte man höchstens 1-2 Mal, vorausgesetzt, es stand einem keiner im Weg.

Sa. 13:15 Uhr: Start der 24h-Rennen. Wir haben uns entschieden, die 24h mit beiden Teams zusammen zu fahren und ein moderates Tempo zu wählen. Thorsten  (RSC Pruem 1) und Bernie (RSC Pruem 2) gingen als erstes auf die Strecke. Wir hatten abgemacht, dass wir jeweils eine Runde fahren und dann wechseln. Da die meisten Teams direkt an der Strecke Ihr Teamlager aufgeschlagen hatten, konnten wir und viele andere direkt vor dem eigenen Zelt wechseln. Es musste nur der Transponder an den Teampartner weitergegeben werden.

Nachmittags hatten wir hohen Besuch vom RSC. Doris Dahmen, Alfred Diederichs, Guido Michels und Johann Ney waren mit dem Rad aus Prüm gekommen. Sie fuhren eine Runde über die Nordschleife,  um zu prüfen, ob man vielleicht nächstes Jahr mit dabei ist. Zudem hatten wir noch Besuch von einem Teil unserer Familien, die uns im Teamlager bis zum Abend angespornten. Thorstens Vater blieb sogar bis zum Sonntagmorgen und hat uns mit Essen versorgt.

Gegen 21:00 Uhr hatten wir dann unsere Lampen montiert. Wir entschieden, dass wir die nächsten Wechsel erst nach 2 Runden machen würden. Damit konnten wir uns etwas mehr Zeit verschaffen, um auch mal etwas länger ausruhen zu können. Bernie hatte wegen einer Verletzung im Frühjahr etwas Muskelprobleme. Wir organisierten für ihn gegen 01:30 Uhr einen Massagetermin bei einem bekannten 4er-Team aus Euskirchen. Danach ging es für ihn auch wieder besser.

Einer der schönsten Runden war die, als morgens die Sonne aufging. Es war eine traumhafte Atmosphäre. Man konnte die Lampe wieder abbauen und freute sich, dass 2/3 der Strecke geschafft war. Wir waren jetzt auch wieder immer nur 1 Runde unterwegs. Wir fingen so langsam an, zu rechnen, wie lang wir pro Runde fahren durften, um auf die von uns geplante Zahl von Runden zu kommen. In meiner vorletzten Runde, hatte ich dann noch eine Schrecksekunde, als mich beim Tempo von über 80km/h in der Fuchsröhre ein Radsportler von hinten links auf gerader Strecke abgedrängte und danach in meinem Vorderrad hängen blieb. Es krachte ziemlich laut. Zum Glück konnte ich auf dem Rad mit einigen Schwankungen und Körperkontakt sitzen bleiben. Mein Vorderrad hatte danach aber leider eine Acht und musste ein paar neue Speichen bekommen.

Jetzt ging es nur noch darum, die letzte Runde gesund mit einem neuen Laufrad von Siggi zu Ende zu fahren. Er war mit dem Rad aus Alendorf gekommen und hatte eine Runde über die Nordschleife gedreht. Danach war er zu unserem Teamlager gekommen, um das Wohnmobil wieder heile nach Hause zu bringen.

Wir waren mit beiden Teams zeitgleich nach knapp 24 Stunden mit 25 Runden ins Ziel gekommen. Wir hatten eine Strecke von über 660 km mit 12.300 hm bewältigt. Damit hatte „RSC Pruem 2“ Platz 5 in der Männerklasse 2 und „RSC Pruem 1“ Platz 9 in der Männerklasse 1 erreicht. In der Gesamtwertung waren wir damit auf Platz 15 und 16 von 130 gestarteten 2er-Teams.

Mal schauen, ob und wie wir nächstes Jahr an den Start gehen. Es war wieder eine tolle Veranstaltung und ein unvergessliches Erlebnis.

Frank Reiferscheid

26.08.2010 07:01 Alter: 9 Jahre
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