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Dienstag, 23. April 2019

Walter Malburg und Johannes Scherberich erfolgreich bei der quaeldich-Deutschlandtour

NEU: Bericht unserer Jungs nach Abschluss der Rundfahrt

Walter und Johannes auf der Tour

... und mit Ihrer Gruppe am Ziel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(hp) Unsere Senioren Walter Malburg und Johannes Scherberich starten bei der 4. quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt vom 30.6. bis 8.7.2012 von Füssen nach Dresden.

Die 9 Etappen: 1.440 km / 21.000 Hm

Wie bei quaeldich.de nicht anders zu erwarten, sind die Etappen reichlich mit Höhenmetern gespickt und durchfahren einige der schönsten Regionen Deutschlands, Österreichs und der Tschechischen Republik: Allgäu, Bayrische Alpen, Salzburger Seengebiet, Bayrischer und Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge, Frankenwald, Thüringer Wald, Vogtland und Erzgebirge.
Die Strecken sind daher mit 145 bis 169 km, und 2.000 bis 3.000 Hm pro Tag relativ anspruchsvoll.

Mehr Infos zu den Etappen pp. ...

Wir drücken Euch die Daumen. Kommt gut durch!


Hier nun der Bericht von Johannes Schwerberich:

 

Nach erfolgter Anmeldung durch Walter war es am 29.06.2012 soweit, dass wir die Herausforderung der Qähldichtour angetreten sind. Am Abend war schon allgemeines Kennenlernen und alle fieberten und machten sich viele Gedanken wie es denn sein wird. Am 30.06. wurde im Hotel schon gegen 6.30 Uhr gefrühstückt, keiner wollte am Buffet der Letzte sein. Um 8.00 Uhr war die offizielle Bekanntmachung der sechs Gruppen mit den 194 Personen und ca. 25 Helfern. Die Fahrradguids und die allgemeinen Helfer wurden uns vorgestellt. Um 9.00 Uhr war es dann soweit, dass wir  mit der gelben Gruppe los fuhren. Walter hatte uns zuvor in dieser angemeldet (zweitletzte Gruppe). Nach ca. 30 km hatte ich einen Defekt an meinem Ritzelpaket. Daraufhin wurde das Hinterrad ausgewechselt und ich wurde mit einem 23er ausgestattet. Die Begeisterung und das gute Wetter hat uns nach vorne getrieben, dass wir von dem angedachten 24-25er Schnitt tatsächlich über 26 km pro Tag fuhren. Da mir nach drei Tagen am Berg die Puste ausging und die ersten Ausfallerscheinungen sich bemerkbar gemacht haben musste ich feststellen, dass die gelbe Gruppe für mich einfach zu schnell war. Trotz dass Walter die Berge und Herausforderungen besser meisterte ist er als Kamerad mit in die letzte Gruppe gegangen. Diese fuhr dann einen Schnitt zwischen 22-23 km und vorallendingen wurden Berge ab 7-8 % freigegeben und es wurde auf dem Berg gewartet. Da war es mir gegeben auch mitzuhalten sowie ich wieder über mein altes Laufrad verfügen konnte. Die ersten drei Tage hatten wir viel Sonnenschein und wir fuhren so gegen 9.00 Uhr los und waren gegen 17.30 Uhr wieder im Hotel. Die Hotels waren gut und das Essen war noch besser. Ab 6.30 Uhr wurde gefrühstückt und das Abendessen war um 19.30 Uhr. Walter und ich lagen im Allgemeinen vor 21.00 Uhr im Bett und kaum einer war noch an der Bar zu treffen.

Über den Tag gab es drei Verpflegungsstellen, mittags wurde kalt und warm serviert und wir hatten ca. eine Stunde Pause. Den Zeitplan mussten wir als Gruppe einhalten, da ja noch fünf Gruppen unterwegs waren. Zu jeder Gruppe fuhr ein Begleitfahrzeug mit, der Doktor und der Mechaniker war jederzeit über Telefon erreichbar. Hinter uns fuhr der Besenwagen, immer dann wenn ich diesen hörte wusste ich, ich muss nach vorne.

Die Gruppen wurden sehr gut geführt, wir hatten einen größeren Unfall. Der junge Mann hatte sich den Kiefer gebrochen und jede Menge Hautabschürfungen. Er fuhr in der schwarzen Gruppe, diese fuhr auch immer über 30er Schnitt und war ca. zwei Stunden vor uns im Hotel. Beim Abendessen konnte man schon die ersten Freundschaften feststellen und die Einzelnen hatten oft viel zu erzählen.

Die Landschaft war teilweise mit der Eifel zu vergleichen, nur die Berge waren länger und steiler sowie die Straßen in Tschechien hätten einen besseren Belag vertragen können.

Am Sonntag den 08.07. waren wir dann am Ziel ca. 15 km vor Dresden. Alle Gruppen fanden sich innerhalb von 15 Minuten bei einem Einkaufscenter ein, dort wurden wir mit einer Polizeieskorte nach Dresden auf den Marktplatz gebracht. An allen Kreuzungen und Einfahrten konnten wir durchrollen und alle haben noch mal richtig Gas gegeben. Auf dem Marktplatz angekommen, waren wir glücklich dass wir unser Ziel gesund und munter erreicht haben. Bei kölscher Musik und alkoholfreiem Weizen wurde gefeiert, getanzt und gesungen. Die Strapazen der Reise waren in diesem Moment vergessen.

Als Fazit kannich für mich feststellen, dass der Glaube an meinen Gott, dass er mir beisteht und mich ans Ziel bringt sowie das Daumendrücken und die vielen guten Wünsche der RSCler mir über den Berg geholfen haben. Daher weiß ich heute, dass mehr in mir ist als ich es mir vorgestellt habe. Aber nach 14 Tagen muss ich sagen, es war wirklich eine sehr positive Erfahrung und ich kann dieses nur jedem empfehlen, der mit sich hadert und zweifelt und auf der Suche nach sich selbst ist.

Grüße, Johannes 

24.06.2012 15:40 Alter: 7 Jahre
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