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Montag, 18. Februar 2019

Rennbericht Landesverband-Meisterschaft (Stefan Eichhorn)

Rennbericht Sebamed bike day 2016, RLP Landesverbandsmeisterschaft Marathon

Auf dieses Rennen habe ich mich eigentlich das ganze Jahr vorbereitet. Das Rennen mit der höchsten Priorität. Ziel war es hier, die in diesem Rennen ausgeschrieben Landes Verbandsmeisterschaft, in der Disziplin Marathon, zu gewinnen.
Nun ist Marathon nicht gerade meine Stärke aber eine Distanz von 70 km mit 1.600 Höhenmeter ist für mich im Renntempo gerade noch denkbar ;-).

Wie immer wenn es ernst wird hatte ich mich gut vorbereitet. Strecke des Vorjahres abgefahren, passende Reifen ausgewählt, selbstgewählter Verpflegungspunkt und das Training und Vorbelastungen auf eben dieses Rennen abgestimmt. Je näher der Termin rückt desto deutlicher wurde auch wer als Konkurrent auftritt und zwei Tage vorher ist man eigentlich komplett im Bild wer fährt und mit welcher Startnummer. So hat man seine Gegner gut im Blick.

Die Teilnehmer der LV Meisterschaft durften sich beim Start ganz nach vorne stellen und so fand ich mich in prominenter Gesellschaft mit Karl Platt deutscher Marathon Meister 2015 und Lukas Baum U23 Meister 2016 Cross Country.
Start 9:30 zunächst durch den Ort Bad Salzig hinter dem Pace Car bis zum ersten Anstieg. Von da wurde das Feld freigegeben. Ich hatte mir vorgenommen ein gutes Maß zu finden zwischen nicht zu schnell und doch so dass ich an dem ersten neuralgischen Punkt, Einstieg in den Trail, gut durchkomme. Allerdings fuhr zu diesem Zeitpunkt mein erster Gegner schon an mir vorbei. Da muss man die Nerven behalten.
Mit meiner guten Strecken Kenntniss war ich vorbereitet und konnte so ein um den anderen Platz gut machen. Meine Crew (Frau und Hund) hatte ich ungefähr nach der Hälfte der Strecke postiert, dort sollte Sie mir eine Getränke Flasche anreichen. So verliert man keine wertvollen Sekunden und hat sein eigenes Renngemisch.

Groß war meine Überraschung als dann, kurz bevor der Abzweig zu dieser Stelle kam, das die Strecke in die völlig andere Richtung ging und mit Verpflegung nichts war. Mir blieb also nichts anderes übrig als die nächste offizielle Verpflegung anzufahren um dort meine Flasche aufzufüllen. Verpflegungssituation also nicht optimal.

Nach ca. 2 Stunden stellten sich die ersten Anzeichen von Krämpfen ein. Allerdings war das schnell vergessen als ich doch kurz vor mir meinen Konkurrenten wieder sah der offensichtlich ähnliche Schwierigkeiten hatte. Mit noch ca. 1 Stunde Wettkampf vor der Brust überlegt man dann natürlich - was tun? Da ich bergab schneller war als er, endschied ich mich für die Variante vorbeifahren und möglichst viel Abstand zwischen uns zu bringen.
Leider wusste ich das es zum Schluss noch einen giftigen Anstieg gibt, für den ich versuchte noch ein paar Körner aufzuheben….. Dadurch kam mein Konkurrent wieder dichter an mich heran und ich merkte dass ich am Berg nicht mehr mithalten konnte. In der letzten Abfahrt riskierte mein Gegner wirklich alles um für sich einen Vorsprung rauszufahren, allerdings fuhren wir dann auf einen langsameren Fahrer auf, so dass wir fast zeitgleich auf die vermeintliche Zielgerade einbogen. Ich hatte schon einen dicken Gang für den Schlusssprint eingelegt. Entgegen der Jahre vorher wurden wir dann allerdings nochmal auf einen Trail, hinter das Sebmed Gebäude geschickt, bei dem wir beide mit dem Hinterrad weg rutschten und vom Rad mussten um den Anstieg hoch zu schieben.

Hier hatte er einfach noch mehr Kraft und konnte so als Erster ins Ziel fahren. Bei einem MTB Wettkampf von 3 Stunden ist ein Abstand von 27 Sekunden wirklich nicht viel, reicht aber um den Ersten und den Zweiten auszufahren ? .

Ich bin mit meiner Leistung durchaus zufrieden und denke, dass die Vorbereitung aufgegangen ist.

Die Silber Medaille der Landesverbands – Meisterschaft passt ja gut zu der Goldenen die ich von der Disziplin Cross Country eben gegen diesen Fahrer gewonnen habe ???.

17.09.2016 07:25 Alter: 2 Jahre
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