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Montag, 18. Februar 2019

Reiche Beute in Neuseeland

 

Reiche Beute in Neuseeland Fünf gewinnt! Lillian Pfluke präsentiert ihre bei den World Masters Games erreichte Medaillensammlung. Foto: privat Foto: (g_sport (Prüm/Auckland)

Aus Volksfreund 18.05.2017

Radsportlerin Lillian Pfluke gewinnt bei World Masters Games fünf Medaillen. Mehr zum ,Die Radsportlerin Lillian Pfluke vom RSC Prüm hat bei den World Masters Games im neuseeländischen Auckland mächtig abgeräumt und zahlreiche Erfolge eingefahren.

Sie gewann dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze.

Die World Masters Games sind quasi die Olympischen Spiele für Sportler über 35 Jahre. Sie finden auch nur alle vier Jahre statt. Nach Turin 2014 war nun Auckland der Austragungsort. Mehr als 28 000 Sportler aus 106 Nationen maßen sich in 28 Sportarten. Mehr als 60 ehemalige Olympiateilnehmer gingen an den Start. Die älteste Teilnehmerin (103 Jahre) kam aus Indien und startete in der Leichtathletik. Der älteste Radfahrer war 95 Jahre alt.

Pfluke gewann in ihrer Altersklasse (W55 bis 59) Gold im Straßen-Kriterium über 20 Minuten auf einem 1,2 Kilometer langen Rundkurs.

Zwei weitere Goldmedaillen gab’s im Bahn-Punkterennen über fünf Kilometer sowie im sogenannten Scratch-Rennen über zehn Kilometer.

Beim Punkterennen gab es alle eineinhalb Kilometer für die ersten drei Fahrerinnen Punkte. Wer am Ende die meisten Zähler eingefahren hatte, gewann.

Silber heimste Pfluke im Bahn-Sprintwettbewerb ein. Im Bahn-Verfolgungsrennen kam eine Bronzemedaille dazu.

In einem weiteren Bahn-Wettbewerb erreichte Pfluke einen sechsten Platz (500-Meter-Zeitlauf). Beim Zeitfahren über 20 Kilometer an der Küste hatte Pfluke mit dem heftigen Wind und den Widrigkeiten des Leihrads zu kämpfen. Trotz eines Sturzes in die Absperrung reichte es am Ende zu Rang sechs unter 24 Startern.

Im Mountainbike-Rennen belegte sie hinter sechs Neuseeländerinnen Rang sieben.

Blutig gingen die Wettbewerbe zu Ende. Im Straßenrennen über 61 Kilometer rutschte Pfluke zwei Kilometer vor dem Ziel auf einer Schotterstraße weg. Trotz Prellungen und Schürfwunden reichte es im Ziel noch zu Rang sechs. Im Vergleich zu den Lokalmatadoren hatten die europäischen Starter bei den World Masters Games ein Handicap. Derzeit ist in Neuseeland Herbst - das heißt alle Sportler aus Neuseeland und Australien konnten sich in Sommermonaten auf die Spiele vorbereiten. Anzeige Pfluke dagegen musste im Eifeler Winter trainieren. Zudem musste sie sich in Auckland drei ihrer vier benötigten Räder für den Straßen-, Zeitfahr-, Mountainbike- und Bahnwettbewerb leihen.

Eine Herausforderung: Die Bremsen sind bei Rädern in Neuseeland vertauscht angebracht. Mehr als ihr eigenes Bahnrad aus Deutschland mitzunehmen wäre jedoch viel zu teuer geworden. 

 
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